Der Maler als Grenzgänger

Christopher Lehmpfuhl hat sich auf eine ungewöhnliche Reise anlässlich der deutsch-dänischen Grenzziehung vor 100 Jahren begeben.

Kunstaktion zu 100 Jahre Deutsch-Dänische Grenze

Die 15 exklusiven Ölbilder, die Christopher Lehmpfuhl während seiner Reise entlang der deutsch-dänischen Grenze gemalt hat, erzählen die Geschichte einer besonderen Region.

Mit den Perspektiven, die Lehmpfuhl wählt, löst er die Grenze nahezu auf und dokumentiert, wie sehr die deutsche und die dänische Seite zusammengewachsen sind.

Deutsche und Dänen teilen sich die gleiche Landschaft, das gleiche Meer, den gleichen Himmel: Das ist die zentrale Botschaft der eindrucksvollen Bilder, die Christopher Lehmpfuhl anlässlich der friedlichen Grenzziehung zwischen beiden Ländern vor 100 Jahren gemalt hat. Die Leser unser Zeitungen können diese Werke ab dem 14. August erwerben.

An diesem Tag wird Lehmpfuhl, dessen Arbeiten in vielen großen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten sind, erneut nach Flensburg reisen und seine verbindenden Grenz-Bilder in der Robbe & Berking Werfthalle nicht nur vorstellen, sondern auch mit persönlichen Widmungen versehen. Darüber hinaus wird er von seiner Arbeitsweise und seinem persönlichen Bezug zu Deutschland und Dänemark berichten.

Ölbild

15 Originale
3.900 je Werk
  • Originale von Christoph Lehmpfuhl
  • nur 15 Originale verfügbar
  • historischer Wert

Monotypie

2 Motive
490 je Werk
  • Auflage 10 Stk. je Motiv
  • Kombination aus Grafik und Malerei
  • exklusiv und mehrfarbig

Vernissage mit Christopher Lehmpfuhl

Fr., 14. August 2020

Einlass: 18:00 Uhr
Podiumsgespräch: 19:00 Uhr

Robbe & Berking Werft
Am Industriehafen 5
24937 Flensburg

Anmeldung zur Veranstaltung am 14. August 2020

Die Leser unser Zeitungen können die Werke von Christopher Lehmpfuhl ab dem 14. August erwerben. An diesem Tag wird Lehmpfuhl seine verbindenden Grenz-Bilder in der Robbe & Berking Werft vorstellen und mit persönlichen Widmungen versehen.

Die Veranstaltung ist auf 250 Plätze limitiert, die Karten sind kostenlos. Der Abend beginnt um 18 Uhr, das Podiumsgespräch mit Christopher Lehmpfuhl um 19 Uhr. Dann können auch die 15 Ölbilder und die 20 Monotypien erworben werden. Außerdem sind  noch Siebdrucke und Postkarten erhältlich. 

Füllen Sie zur Teilnahme pro Person einfach das unten stehende Formular aus. Anmeldungen sind kostenfrei aber verbindlich.
Im Anschluss erscheint Ihr Ticket zum Ausdruck. Aufgrund der Hygieneregeln sind die Tickets nicht übertragbar.

Der Mann in der grauen Jogginghose zieht die Blicke auf sich. Einige Spaziergänger recken die Hälse und versuchen aus der Distanz zu erkennen, was er dort treibt, andere sind weniger zurückhaltend.

Sie kommen näher und sprechen den Maler, der inmitten seiner großen Farbeimer sitzt, direkt an. Christopher Lehmpfuhl kennt das. Er blickt dann freundlich hoch und antwortet kurz. Seine Aufmerksamkeit aber gilt der Leinwand, die auf seinen Knien liegt und der Landschaft um ihn herum. „Ich möchte einfangen, was die Besonderheit dieses Ortes ausmacht“, sagt Lehmpfuhl.

Dass der Maler in der freien Wildbahn meist selbst zum Exponat wird, ist vor allem seiner besonderen Arbeitsweise geschuldet: Lehmpfuhl greift die Farbe mit der rechten Hand, trägt sie dick auf die Leinwand auf und wischt die Finger, bevor sie in den nächsten Farbklumpen greifen, an seiner Hose oder Jacke ab. Manchmal wirft er die Farbe geradezu auf die Leinwand. Ein spektakulärer Anblick inmitten der idyllischen, an diesem windstillen Tag fast schon zu gemütlichen Fördelandschaft.

Es ist ein sonniger Freitag Ende Mai an der Flensburger Schusterkate, dort wo eine kleine Brücke die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark markiert. Hier beginnt der Berliner Maler unter einem fast wolkenlosen, blauen Frühsommer-Himmel seine besondere Malreise. Zwei Tage lang wird Christopher Lehmpfuhl an der deutsch-dänischen Grenze die Landschaft porträtieren, Orte in beiden Ländern besuchen, die auf typische Art und Weise für die friedliche Grenzziehung vor 100 Jahren stehen. Er wird an diesen Orten malen und die Leser des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages haben dann im Spätsommer die Möglichkeit, diese Bilder zu kaufen.

Mit Christopher Lehmpfuhl an der deutsch-dänischen Grenze --- Foto STAUDT

Sie sind allesamt Unikate und Belege einer einzigartigen Zeit, denn das Grenzprojekt, das im vergangenen Jahr mit Lehmpfuhl verabredet wurde, ist mitten in eine Phase gefallen, in der wegen der Coronakrise genau diese Grenze geschlossen ist.

Auch die Brücke an der Schusterkate darf an diesem Maitag nicht passiert werden. Der Weg nach Dänemark ist durch einen rot-weißen Schlagbaum versperrt. Während ein Entenpaar auf der Förde unbekümmert – und vermutlich in einer rechtlichen Grauzone – von der deutschen auf die dänische Seite schwimmt, überlegen zwei Wanderer mit Rucksack am Ende der Brücke, was sie jetzt tun sollen. Schließlich klettern sie über den Schlagbaum und gehen weiter.

„Verrückte Situation, oder?“ fragt Christopher Lehmpfuhl. Der Blick in Richtung des Schlagbaums ist das erste Motiv, das er gewählt hat. Seine Frage ist eher rhetorischer Natur – denn es ist natürlich eine verrückte Zeit. Eine Zeit, die auch die Motivwahl Lehmpfuhls beeinflusst. „Als Künstler möchte ich mit meiner Arbeit natürlich auch Stellung beziehen zu dem, was um mich herum passiert“, sagt er.

Lehmpfuhl hat die Phase des Lockdowns in Berlin als eine schwierige Zeit empfunden. Maler – Realisten besonders – möchten raus, um ihre Motive zu finden und ihre Energie in Kunst zu verwandeln. Lehmpfuhl musste viele Wochen lang in seinem Berliner Haus verbringen, also hat er Aquarelle gemalt. Eine andere Arbeitsweise, die nicht so raumgreifend ist. Keine beschränkte Kunst, aber eine für den beschränkten Raum. „Ich hätte mich ohne die Beschränkungen während der Corona-Zeit nie so intensiv mit der Aquarell-Technik befassen können. So furchtbar diese Krise ist, für mich entsteht auch etwas Neues daraus – in Berlin und auch hier.“

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